Erfolgreich arbeiten im Home Office – Tipps und Hinweise

Es ist ein großer Unterschied, ob man einen Tag zu Hause arbeitet, um ein Konzept, einen Bericht zu schreiben – oder auch die gesamte Kommunikation remote abwickelt. Wir müssen die Arbeitsabläufe, die Kommunikation neu organisierenanders organisieren, bewusster gestalten. Dazu einige Tipps:

Einen eigenen Platz einrichten:
Natürlich kann man das Notebook „irgendwo hin stellen“: damit man aber sehr rasch in den Arbeitsmodus kommt, bewährt es sich, einen Arbeitsplatz zu schaffen (Schreibtisch, ruhige Ecke oder Zimmer,….). Vielen hilft auch ein kleines Ritual, zum Beispiel ein Tischtuch auf den Tisch zu geben, wenn nicht gearbeitet wird bzw. das Tuch entfernen, wenn man mit der Arbeit beginnt etc.

Fixe Zeiten planen:
es hilft den meisten, die Arbeit zu blocken, sich fixe Zeiten vorzunehmen – und in Blöcken zu arbeiten. Wichtig ist, dass sich Arbeit und Freizeit
nicht zu sehr mischen: viel besser ist es, in Blöcken (z.B. 3 x 2,5 Stunden) mit Pausen zu arbeiten, als immer wieder „zwischendurch“ die Arbeit zu unterbrechen. So kann man sich Zeit für private Aktivitäten freihalten – und die beruflichen Tätigkeiten kompakt erledigen.

Arbeitsatmosphäre schaffen: Kleidung, „Bitte nicht stören“….
Es ist wichtig, in einen „Arbeitsmodus zu kommen“: auch dafür helfen Bürorituale: sich „büromäßig“ zu kleiden. der Familie zu signalisieren „jetzt arbeite ich“, Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zu bitten, nicht zu stören („…. bevor Du mich etwas fragst, überlege bitte, ob Du mich deshalb auch anrufen würdest…“)

Schneller Erfolg – Herausforderung – Routine
Es hat sich bewährt, am Beginn des Tages etwas zu machen, wo man einen „schellen Erfolg“ hat und anschließend daran die schwierigen Aufgaben zu erledigen (diese nicht auf den späten Nachmittag verschieben).
Anschließend können Routineaufgaben abgearbeitet werden.

Routinetätigkeiten: gut planen
Routinetätigkeiten, die einfach abzuarbeiten sind, können am besten nach Plan erledigt werden: ich nehme mir vor, so viele Testfälle zu bearbeiten, jetzt zwei Stunden im Block daran zu arbeiten etc.
Hier ist es wichtig, sich nicht ablenken zu lassen – aber auch Pausen einzuplanen, ein bisschen Bewegung, ein Getränk zu holen etc. Man ermüdet nicht so rasch.

Kreative Tätigkeiten: in Phase möglichst großer Ruhe
Kreative Tätigkeiten wie das Erstellen eines Planes, das Schreiben eines Konzeptes etc. brauchen besonders viel Konzentration, man braucht einen „Flow“. Für solche Aufgaben ist es günstig, sich eine Zeitspanne vorzunehmen, in der man möglichst gar nicht gestört wird, denn es braucht Zeit und Energie, um nach einer Ablenkung wieder in den Arbeitsmodus zu kommen.

Kommunikation strukturieren

Im Büro läuft ein Teil der Kommunikation informell: eine Frage, schnell über den Tisch, ein kurzer Gedankenaustausch beim Kaffee. Remote braucht diese Kommunikation Struktur. Ein Block neben dem Notebook, auf dem man Fragen sammelt – und in einem Gespräch klärt, die kompakte Beantwortung von e-Mails an Stelle einer permanenten Online-Verfügbarkeit spart allen Beteiligten Zeit. Pünktlichkeit ist bei Online Meetings sehr wichtig – das gilt für den Beginn – und für das Ende.

Berichte
Für den oder Arbeits- Auftraggeber ist es schwer, nachzuvollziehen, was man so den ganzen Tag gemacht hat. Wir alle wissen: manche Aufgaben brauchen länger als erwartet, andere gehen schneller. Arbeitgeber müssen auch steuern können, die Ressourcen planen etc. Sie müssen daher gut Bescheid wissen. Es muss gut nachvollziehbar sein, was wann gearbeitet wurde.

Zu guter Letzt: soziales Umfeld nicht vergessen

In vielen Haushalten führt die jetzige Situation zu großen Mehrbelastungen. Man kann nicht einfach das Essen aus der Kantine holen oder schnell auf einen Imbiss rausgehen. Viel wird jetzt selbst gekocht. Kinder wollen betreut und unterstützt werden, es gibt Hilfsbedürftige, die Unterstützung, etwa im Einkauf brauchen. Diese Mehrarbeit ist vielfach sehr ungleich verteilt, Frauen leisten sie ungleich häufiger als Männer. Vielleicht ist die jetzige Situation auch eine Gelegenheit an „fifty-fifty“ zu denken, die Augen offen zu halten, wo Partnerinnen oder Partner mehr belastet sind und entsprechend Aufgaben zu teilen. Denn im Home Office wird der Wert von „CARE-Arbeit“ ganz besonders sichtbar.

Ihr OBJENTIS Team